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  #1 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 05:51
Administrator
 
Registriert seit: 10.2001
Ort: 127.0.0.1
Beiträge: 6.087
Was lange währt, wird endlich gut

So nun frag ich mich schon ganz ne Weile - wie siehts eigentlich in unserer Zeit mit den Jobs aus.

Wenn ich ein wenig in mein Umfeld schaue, dann merke ich, dass einige seit dem Abschluss ihrer Berufsausbildung auf dem gleichen Job arbeiten, den gleichen Arbeitgeber haben und wohl bereits wissen, dass sie in 48 Jahren dort in den Ruhestand treten werden.
Andere wieder wechseln praktisch jährlich oder noch kürzer ihre Jobs und können sich - wie kleine Kinder - nirgends wirklich festhalten

Ich für meinen Teil bin erstaunt, wie schnell man sich zufrieden gibt und einfach hinnimmt was man geboten bekommt. Dennoch bin ich skeptisch gegenüber den Jobjumper.

Für die einen spricht doch wohl die Anpassungsfähigkeit, aber auch die Bequemlichkeit. Ich denke nicht, dass es keine dieser Personen reizen würde einen neuen Job zu suchen, aber da müssten man ja was dafür tun. Falls es ganz schlimm kommen würde, müsste man sich ja evtl noch einwenig weiterbilden.

Bei den Jobjumpern sehe ich die Gefahr, dass sie als Heugümper empfunden werden. Keine Ahnung, aber irgendwie muss man doch eine Weile gearbeitet haben, um zu entscheiden, ob man hier noch bleiben will oder nicht.
Und keine Angst, irgendetwas, das einem nicht passt, findet man immer!

Meine Frage oder Diskussion dieses Threads wäre also:
Wie seht ihr das, lieber einmal mehr den Job wechseln und somit neue Erfahrungen sammeln oder eher mal das altbewährte wählen?

Ich muss hier vielleicht noch kurz erklären:
Ich arbeite seit 2003 bei meinem jetzigen Arbeitsgeber. Mit meinen Schulversuchen meistens ein Pensum von 80%, dadurch war es meistens abwechslungsreich. Ich habe mich letztens etwas unangebracht geäussert bei einer Diskussion von JobJumpern und jetzt würde mich einfach interessieren wie ihr dazu steht?

tnx
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  #2 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 06:42
Benutzerbild von tao-bee
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Registriert seit: 01.2002
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Beiträge: 3.684
nunja, ich arbeite seit 1998 da wo ich jetzt bin. sprich; ich habe noch nie gewechselt. wenn ich aber in die vergangenheit schaue, hätte das ganze bisher auch keinen sinn gemacht; hier hatte ich die möglichkeite, die rs und die weiterführenden schulen mit support von seiten der firma zu machen, hier erhalte ich die nötige unterstützung für mein studium. von dem her wäre für mich persönlich ein wechsel alles andere als clever gewesen (imho).

ob jobjumpen gut oder schlecht ist, kann ich nicht sagen, wie du schon erwähnst, haben beide strategien ihre vor und nachteile. wichtig ist, dass nach vorne und nicht zurück gesprungen wird. mehr kann ich da nicht zu sagen. ich hätte vieleicht mühe, wenn ich nie wüsste, wo ich hingehöre. ein stabiles umfeld im arbeitsbereich empfinde ich für mich als wichtig.

ich für meinen teil werde vermutlich nicht bis 70 hier arbeiten. irgendwann nach dem tech möchte ich noch was anderes sehn, aber bis dahin bin ich solide untergebracht und brauche mir um das keine sorgen zu machen.
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  #3 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 06:47
Administrator
 
Registriert seit: 10.2001
Ort: 127.0.0.1
Beiträge: 6.087
Danke für Deine Antwort tao...
ich denke auch, dass das Ganze mit Schulen verbunden ganz anders aussieht und trotzdem kümmert mich die Frage: Gibts nicht immer einen Grund den Wechsel vor sich hinzuschieben?
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  #4 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 07:19
Benutzerbild von netpython
Moderator
 
Registriert seit: 10.2001
Beiträge: 1.099
Bezüglich Jobwechsel finde ich nachstehenden Auszug als treffende Beschreibung:

Zitat:
Die Zeitfolgenanalyse wird erstellt, um möglichen Lücken in Ihrer Biografie auf die Spur zu kommen. Hinter "weissen Stellen" vermutet man Ungutes. Genauer unter die Lupe nimmt der Personalchef auch die Anzahl der unterschiedlichen Arbeitsplätze in einem bestimmten Zeitraum: Findet ein Arbeitsplatzwechsel in zu kurzen Abständen statt (d.h. unter fünf Jahren, wenn Sie die 33 überschritten haben), deutet das auf Schwierigkeiten oder mangelndes Durchhaltevermögen hin. Bei jüngeren Bewerbern wird dies jedoch meist anders interpretiert: Wer jung ist, darf ausprobieren (bis Sie 27 Jahre alt sind, sollten Sie erst nach zwei Jahren wechseln, bis zu einem Alter von 35 Jahren erst nach mindestens drei Jahren, danach - bis Anfang 40 - nach vier Jahren, und sind Sie älter als Mitte 40, empfiehlt es sich, mindestens fünf Jahre an einem Arbeitsplatz zu bleiben).
Allerdings möchte ich noch ergänzen, dass sich eine Firma, welche dich in deiner Fortbildung unterstützt, durchaus für eine länger währende Geschäftsbeziehung eignet. Passive Jobsuche geht ja immer!

Edit: Ausgenommen sind natürlich Contracter! Dort beklagt sich bestimmt kein Personalchef wegen der ständigen Wechsel!

Geändert von netpython (25.01.2007 um 07:21 Uhr)
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  #5 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 07:56
Benutzerbild von redwood
Harry Plotter
 
Registriert seit: 05.2002
Ort: Schweiz
Beiträge: 1.164
ich gehöre woll zu den "heugümpern" aber nja was will man. sobald ich alles gesehen habe und der lohn nicht mehr dem enspricht was ich haben möchte und ich auch keine perspektiven mehr sehe in der firma, wechsle ich.

ich denke es ist auch eine frage dies zieles was will ich mit 30 oder 35machen. es hat durchaus seine vorteile die geschäftsprozesse in verschiedenen firmen gesehen zu haben. daraus lernt man. auch ein wechsel aus der privatwirtschaft zum staat macht sind. oder von einem kleinen team in eine gross firma.

zusätzlich bin ich persönlich der meinung das mann bei der ersten stelle nach der lehre 2-3 jahren bleiben sollte. dannach aber los legen.
__________________
Energie
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  #6 (permalink)  
Alt 25.01.2007, 09:13
Benutzerbild von hellcat
Moderator
 
Registriert seit: 05.2002
Ort: Schweiz
Beiträge: 697
Zitat:
zusätzlich bin ich persönlich der meinung das mann bei der ersten stelle nach der lehre 2-3 jahren bleiben sollte. dannach aber los legen.
gutes statement!

bin nach der lehre auch 2 jahre geblieben, seither wechsle ich alle 8 - 12 monate das projekt... ausser bei dem jetztigen bleibe ich wohl laenger...

ich sehe das aehnlich wie netpython zitiert hat...bis zu einem gewissen alter (30?) ist es in unserer branche kein problem alle 2-3 jahre zu wechseln...ich wuerde sogar empfehlen diese wechsel zu machen...erfahrung ist das was dir spaeter (40 -45) hilft einen job zu finden...

wer bekommt den job, einer der 20 jahre beim bund in der gleichen abteilung gearbeitet hat oder einer, der in den 20 jahren bei 5 verschiedenen firmen erfahrungen gesammelt hat?
(sorry tao...aber du wirst ja wohl nicht 20 jahre bleiben ;-)
__________________
"Text messaging being a modern technology that allows average people to display their functional illiteracy in a much more compact format."
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